Erfahren Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Elektrorollstuhl und einem Elektromobil. Unser Ratgeber klärt auf, welches Modell für Ihre Bedürfnisse geeignet ist und wann Krankenkasse oder Pflegekasse die Kosten übernehmen.
Erfahren Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Elektrorollstuhl und einem Elektromobil. Unser Ratgeber klärt auf, welches Modell für Ihre Bedürfnisse geeignet ist und wann Krankenkasse oder Pflegekasse die Kosten übernehmen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Elektrorollstuhl und einem Elektromobil?
Ein Elektrorollstuhl gilt als medizinisches Hilfsmittel für stark mobilitätseingeschränkte Personen und wird bei ärztlicher Verordnung meist von der Krankenkasse finanziert. Ein Elektromobil (Seniorenmobil) ist eine Mobilitätshilfe für Personen, die kurze Strecken noch gehen können. Es wird häufig privat angeschafft oder über die Pflegekasse (Entlastungsbetrag) bezuschusst, während die Krankenkasse hier nur unter strengen Auflagen zahlt.
| Merkmal | Elektrorollstuhl | Elektromobil |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Medizinisches Hilfsmittel | Mobilitätshilfe für den Außenbereich |
| Steuerung | Joystick | Lenker (wie beim Roller) |
| Einsatzbereich | Innen- und Außenbereich | Primär Außenbereich |
| Finanzierung | Meist Krankenkasse (§ 33 SGB V) | Oft privat oder Pflegekasse |
| Kosten | Ab ca. 2.400 Euro | Ab ca. 1.500 Euro |
Für die Nutzung eines Elektromobils müssen Sie in der Lage sein, selbstständig ein- und auszusteigen sowie das Fahrzeug über den Lenker sicher zu bedienen.
Eine Anfrage, mehrere Angebote. Kostenlos und ohne Verpflichtung.
Nein. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ausschließlich die Kosten für Basismodelle, die eine Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h nicht überschreiten. Schnellere Modelle gelten nicht als medizinisches Hilfsmittel und müssen privat finanziert werden.
Nein. Für die Kostenübernahme eines Elektrorollstuhls durch die Krankenkasse ist kein Pflegegrad erforderlich. Ausschlaggebend ist allein die ärztlich festgestellte medizinische Notwendigkeit.
Das hängt von der Größe des Elektromobils und dem Supermarkt ab. Kompakte Modelle können in breiten Gängen genutzt werden. Größere Modelle müssen oft vor dem Geschäft abgestellt werden. Elektrorollstühle sind aufgrund ihrer Wendigkeit besser für den Innenbereich von Geschäften geeignet.
Wurde das Elektromobil von der Krankenkasse bewilligt, übernimmt diese auch die Kosten für notwendige Reparaturen und Wartungen. Haben Sie das Gefährt privat gekauft, müssen Sie für Reparaturkosten selbst aufkommen.
Modelle bis 6 km/h dürfen ohne Führerschein auf dem Gehweg gefahren werden. Für Elektromobile, die zwischen 6 und 15 km/h schnell sind, benötigen Sie eine Mofa-Prüfbescheinigung, es sei denn, Sie sind vor dem 1. April 1965 geboren.