Bodengleiche Dusche einbauen:

Kosten, Förderung & Planung 2026

Der Einbau einer bodengleichen Dusche kostet 2026 durchschnittlich zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Mit dem Neustart des KfW-Programms 455-B ab April 2026 können Sie sich bis zu 6.250 Euro Zuschuss sichern, während die Pflegekasse bei einem Pflegegrad bis zu 4.180 Euro beisteuert. Wichtig für beide Förderungen ist die Einhaltung der DIN 18040-2 (max. 2 cm Absenkung, rutschhemmende Fliesen).

Was kostet eine bodengleiche Dusche 2026?

Rechnen Sie für den Einbau einer bodengleichen Dusche mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Wird eine alte Badewanne durch eine ebenerdige Dusche ersetzt, steigen die Kosten auf 4.000 bis 8.000 Euro.
Die genauen Kosten für den Einbau hängen stark vom Aufwand ab. Ein reiner Einbau (Duschrinne, Abdichtung, Estricharbeiten und Fliesen) kostet im Durchschnitt 3.000 bis 5.000 Euro, vorausgesetzt der Wasseranschluss liegt bereits an der richtigen Stelle.
Soll eine alte Badewanne durch eine bodengleiche Dusche ersetzt werden, ist der Aufwand höher. Die Wanne muss demontiert, der Estrich erneuert und oft das Abflussrohr verlegt werden. Inklusive einer Glasabtrennung (Walk-In oder Pendeltür) liegen die Gesamtkosten hier meist zwischen 4.000 und 8.000 Euro.
Leistung / Bauteil Durchschnittliche Kosten (ca.)
Einbau bodengleiche Dusche (komplett) 3.000 – 5.000 Euro
Umbau Badewanne zu Dusche 4.000 – 8.000 Euro
Duschrinne (Material + Einbau) 300 – 800 Euro
Abdichtung nach DIN 18534 400 – 800 Euro
Glasabtrennung (Walk-In) 800 – 1.500 Euro

Förderung 2026: KfW 455-B und Pflegekasse

Ab April 2026 bezuschusst die KfW den barrierefreien Umbau wieder mit bis zu 6.250 Euro (Zuschuss 455-B). Liegt ein Pflegegrad vor, zahlt die Pflegekasse zusätzlich bis zu 4.180 Euro für die Maßnahme.
Wer vorausschauend plant, profitiert 2026 von attraktiven staatlichen Zuschüssen. Das KfW-Programm 455-B („Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“) startet am 8. April 2026 neu. Für einzelne Maßnahmen wie den Einbau einer bodengleichen Dusche erstattet die KfW 10 Prozent der förderfähigen Kosten (bis max. 2.500 Euro). Wird das gesamte Bad zum Standard „Altersgerechtes Haus“ umgebaut, sind sogar 12,5 Prozent (max. 6.250 Euro) möglich.
Liegt bereits ein anerkannter Pflegegrad (ab Grad 1) vor, ist die Pflegekasse der wichtigste Ansprechpartner. Sie gewährt einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“, zu denen der Einbau einer bodengleichen Dusche explizit zählt.

 

Wichtig:

Jeder Förderantrag – ob bei der KfW oder der Pflegekasse – muss zwingend vor Beginn der Baumaßnahmen und vor Abschluss von Handwerkerverträgen gestellt werden.

DIN 18040-2: Wann ist eine Dusche barrierefrei?

Für die KfW-Förderung muss die Dusche nach DIN 18040-2 gebaut werden. Das bedeutet: stufenloser Zugang (max. 2 cm Absenkung), rutschhemmende Fliesen (R10) und eine Bewegungsfläche von mindestens 120 x 120 cm.
Eine bodengleiche Dusche ist nicht automatisch barrierefrei. Um staatliche Förderungen wie den KfW-Zuschuss zu erhalten, müssen die strengen technischen Vorgaben der DIN 18040-2 eingehalten werden.
Die wichtigsten Kriterien der DIN 18040-2 für Duschen:
  • Stufenloser Zugang: Der Übergang vom Badezimmerboden in die Dusche muss eben sein. Eine Absenkung von maximal 2 cm ist nur erlaubt, wenn es technisch nicht anders lösbar ist.
  • Rutschhemmung: Die Bodenfliesen im Duschbereich müssen mindestens der Rutschfestigkeitsklasse R10 (für den Barfußbereich) entsprechen.
  • Bewegungsfläche: Vor und in der Dusche muss eine freie Fläche von mindestens 120 x 120 cm vorhanden sein. Für rollstuhlgerechte Bäder sind 150 x 150 cm vorgeschrieben.
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Planung und technischer Ablauf beim Umbau

Der Umbau dauert in der Regel 3 bis 5 Arbeitstage. Entscheidend für den Erfolg sind ein ausreichendes Bodengefälle (1-2 Prozent) für den Wasserablauf und eine normgerechte Abdichtung nach DIN 18534.
Der nachträgliche Einbau einer bodengleichen Dusche erfordert eine präzise Planung, insbesondere was die Aufbauhöhe des Bodens betrifft. Der Untergrund muss ausreichend Platz für den Ablauf und das notwendige Gefälle von 1 bis 2 Prozent zur Duschrinne hin bieten. In Altbauten kann dies eine Herausforderung sein, für die es jedoch spezielle, flache Ablaufsysteme gibt.
Schritt-für-Schritt-Ablauf des Umbaus:
  1. Demontage: Entfernen der alten Wanne oder Duschtasse sowie der Fliesen.
  2. Rohrinstallation: Anpassung oder Verlegung der Abwasserrohre.
  3. Estrich und Gefälle: Einbau des Gefälleestrichs zur Duschrinne.
  4. Abdichtung: Fachgerechte Flüssigabdichtung des gesamten Duschbereichs nach DIN 18534. Dies ist der wichtigste Schritt zur Vermeidung von Wasserschäden.
  5. Fliesen und Montage: Verlegung der rutschhemmenden Fliesen und Einbau der Glasabtrennung.

Fazit: Sicherheit, die sich auszahlt

Eine bodengleiche Dusche ist weit mehr als nur ein optisches Highlight im modernen Badezimmer. Sie bietet maximale Sicherheit, reduziert das Sturzrisiko erheblich und ermöglicht eine selbstständige Körperpflege bis ins hohe Alter. Dank der Neuauflage der KfW-Förderung im April 2026 und der großzügigen Zuschüsse der Pflegekasse lassen sich die Umbaukosten deutlich senken. Planen Sie vorausschauend, prüfen Sie Ihre Fördermöglichkeiten und beauftragen Sie einen Fachbetrieb, der sich mit den Vorgaben der DIN 18040-2 auskennt.

FAQ

Die häufigsten Fragen

Ja, eine Kombination ist möglich, sofern nicht dieselben Kosten doppelt gefördert werden. Sie können beispielsweise die 4.180 Euro der Pflegekasse nutzen und restliche Umbaukosten im Haus über die KfW fördern lassen.

Nein. Der KfW-Investitionszuschuss 455-B für die Barrierereduzierung steht allen Eigentümern und Mietern unabhängig vom Alter oder einem Pflegegrad zur Verfügung.

Ein professioneller Fachbetrieb benötigt für den Umbau von einer Badewanne zu einer bodengleichen Dusche inklusive Abdichtung und Fliesenarbeiten in der Regel 3 bis 5 Arbeitstage.

1 Eventbau (2026). Bodengleiche Dusche einbauen — Kosten, Ablauf & Förderung 2026.
2 KfW. Zuschuss Nr. 455-B Barrierereduzierung – Investitionszuschuss. https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-Investitionszuschuss-(455 )/
3 Deutsche Handwerks Zeitung (2026). Ab April 2026: Zuschüsse für altersgerechten Umbau.
4 Sozialgesetzbuch (SGB ) Elftes Buch (XI) - Soziale Pflegeversicherung. § 40 Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.
5 InFranken (2026). KfW‑Zuschuss 2026: Bis zu 2.500 € für altersgerechten Eigenheim‑Umbau.